1966 - 16 Jahre Technisches Hilfswerk

Behelfsbrücke
Übersetzen zweier Löschfahrzeuge der Feuerwehr aus Colmar und Neu-Breisach
Vorführung der Sauerstofflanze (OV Villingen)
Verpflegung aus der Feldküche des DRK
"Waldlagerbau" - Bau einer Notunterkunft durch den OV Schramberg
 

Zum 16-jährigen Jubiläum des Technischen Hilfswerks erschien am 20. August 1966 folgender Text in der "Badischen Volkszeitung":

Am 22. August wird das Technische Hilfswerk 16 Jahre alt. In dieser kurzen Zeitspanne ist es, wie der Bundesminister des Inneren in der Au­gust-Ausgabe der Monatszeitschrift "Das Technische Hilfswerk" betont, für den Schutz der Bevölkerung bei Katastrophen und Unglücksfällen im ge­samten Bundesgebiet unentbehrlich geworden. Auch in Freiburg besteht seit 16 Jahren ein Technisches Hilfswerk, in dem rund 150 Freiburger aktiv mitarbeiten und schon mehrfach bei Unglücksfällen tatkräftig helfen konnten, denn das Technische Hilfswerk Freiburg ist für den Kata­strophenschutz vom Regierungspräsidium, vom Landkreis und von der Stadt eingeplant. Am 1. Oktober wird die Freiburger Gruppe auch an der Großübung des Landesverbandes in Breisach teilnehmen, wo eine Fähre über den Rhein gebaut werden muß und Fahrzeuge über den Rhein ge­schafft werden müssen.

In den 522 Orts- und Bezirksverbänden der 11 Landesverbände der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sind zur Zeit fast 70 000 freiwillige Helfer zusammengefaßt. Sie werden in den Orts- und Bezirksverbänden des Technischen Hilfswerks von erfahrenen Ausbildern in allen Einzelheiten der Hilfeleistung mit technischen Mitteln unterwiesen. Darüber hinaus können sie an den THW-Schulen in Ahrweiler, Moers, Hoya und Germersheim Spezialkenntnisse auf den verschiedenen Gebieten des Katastrophenschutzes sowie im Fähren- und Schwimmbrückenbau erwerben. Mit besonderem Nachdruck betreibt das Technische Hilfswerk die Ausbildung in den technischen Diensten für die Hilfeleistung bei der Behebung von Schäden an Anlagen für die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendiger Energie und zur Abwasserbeseitigung. Gerade davon hängt bei Katastrophen- und Unglücksfällen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in entscheidendem Maße ab.

Ausbildungsstand und Leistungsfähigkeit der freiwilligen Helfer werden immer wieder in wirklichkeitsnahen Übungen im Zusammenspiel mit anderen Hilfsorganisationen erprobt. Die Ausstattung der Orts- und Bezirksverbände sowie der THW-Schulen mit zweckdienlichen Land-und Wasserfahrzeugen, Maschinen und Geräten für Ausbildung und Einsatz wird laufend verbessert. Die Zahl der Helfer wächst stetig.